Kraft – Eigenmacht – Lilith

Dies ist ein Tagebucheintrag von mir.

Der Mythos der Lilith besagt ja, dass sie sich nicht Adam unterwerfen wollte. Die modernen Göttinnenkarte Autonomie, Mut, Authentizität, Ungezähmtheit. 

Von daher setze ich sie auch mit der Tarotkarte Kraft in Verbindung, auch wenn es hier nur teilweise Überschneidungen gibt. Als symbolisches Tier sehe ich hier die Löwin. 

Ungezähmtheit, Autonomie, Mut, außerhalb des Patriarchats. Das trifft es und das ist der Punkt, den ich lernen kann. Sie ist das Heilsame Gegenstück zur aufopfernden unsicheren Frau. Zu den Schatten der Aufopfernden Hausfrau / Mutter, die Schuldspiele spielt, um  etwas Macht und Kontrolle zu haben. 

Dinge, die ich gelernt habe, die ich überall immer als Rollenbilder sehen konnte. 

Natürlich gibt es viele verschiedene gesunde Contra-Aspekte zu dem oben beschriebenen Schatten,nicht nur Lilith. Lilith ist keine Kriegerin. Sie steht einfach für die eigenmächtige Frau, die nicht gelernt und nicht eingewilligt hat, klein, nett, zahm und harmlos zu sein, die nicht eingewilligt hat, nach patriarchalen gesellschaftlichen Regeln zu spielen und dort nicht hineingeboren wurde. 

Jetzt ist es an der Zeit für diese Initiation. Denn die “Eva” kam stark in mein Leben zurück in dieser Lebensphase, vielleicht stärker denn je. Denn ich bin in einer neuen Lebensphase angekommen und scheinbar etwas orientierungs- und vorbildlos und unsicher, denn ich bin genau in diese alten Verhaltensweisen hineingetappt, die natürlich in Familienzusammenhängen am stärksten sind.    

Natürlich hatte ich schon immer gesehen, wie kaputt und ungesund diese Verhaltensweisen sind. Jetzt ist es an der Zeit den letzten Rest (aka die nächste Runde) davon loszuwerden. 

Das ganze “nicht genug” / nicht richtig / Angst vor Strafe –Thema ist so ein „Eva”Thema. Es ist einfach für Lilith nicht existent, weil sie nach ihren eignen Spielregeln spielt. Niemand hat Macht über sie.  

Ich höre hiermit auf, irgendjemandem Macht über mich zu geben. Es reicht. Niemand hat Macht über mich. 

Lustigerweise will ja in meinem Umfeld außer in meiner Herkunftsfamilie auch niemand Macht über mich haben (und die wollen es sicher auch nicht willentlich sondern z.B. aus unbewussten Gründen) . Ich handle aber noch oft so, als wäre ich weiterhin  in dem toxischem Umfeld (gut ja, die Gesellschaf ist noch toxisch, aber das betrifft mich nicht soo stark wie das direkte Umfeld).  

Niemand kann mich beschämen. 

Niemand kann mich in Grenzen weisen. 

Niemand kann mir Anweisungen geben. 

Niemand kann mir herablassenderweise ein Recht erteilen. 

Es gibt keine Ansprüche, die ich erfüllen muss. 

Keine Regeln, an die ich mich halten muss.  

Alles was ich tue, wähle ich frei.  

Es gibt kein Falsch. Es gibt kein nicht gut genug. Es gibt kein Liebesentzug. Denn niemand hat diese Macht über mich. Und das ist sogar wahr und nicht nur ein Vorsatz. 

Ich höre auf, gefallen zu wollen. 

Ich höre auf, es recht machen zu wollen. 

Ich höre auf, ungefragt in Vorleistung zu gehen und zu fühlen, dass es ungerechterweise so sein muss. 

Ich höre auf, die Befindlichkeiten im Voraus zu erspüren und versorgen zu wollen (eher aus Selbstschutz).  

Ich höre auf, Verantwortung für die Gefühle und Befindlichkeiten anderer Leute zu übernehmen. 

Schluß  

Ich bin heil. Vollkommen. Tochter der Göttin.  

Ich muss auch nicht kämpfen, um mein Ding zu machen, meine Bedürfnisse zu stillen Auch das ist Teil des alten Spiels, wenn es nicht “erlaubt” oder “verpönt” ist. Niemand muss es mir erlauben. Niemand will es mir verbieten. Ich kann im direkten Umfeld sehen, wie selbstverständliches Erfüllen geht. Das tun sowieso die meisten Männer (und Kinder). Es ist ein normales menschliches Verhalten. Eines, das mich oft provoziert hat. Weil ich es als falsch und undenkbar gelernt hatte. Und weil es viele Beispiele gibt, wie diese gesunde Funktion mit der Kraft einer Frau erfüllt wird (auf Kosten ihrer Möglichkeit).  Aber das ist lange her, dass mir das so vorgelebt und beigebracht wurde. Das muss mich heute nicht mehr prägen. Die letzten Reste des patriachalen omnipotenten Übervaters. Der heute machtlos und albern ist.  

Diese Klamotten sind alt, löchrig und zu klein geworden. Das hat nichts mit mir zu tun.  

Ich bin eine erwachsene, unabhängige Frau.   

Tochter der Göttin. Ich bin jetzt bereit, dieses Geburtsrecht zu leben. Einfach so. Es ist gar nicht so schwer. Denn ich bin schon lange dabei angekommen. 

Es geht um die letzten ungesunden unbewussten Reste. Das Schuldspiel in der Familie, der Wunsch, Macht über Naira zu haben (augenroll), das unreflektierte Unterwerfen unter ein paar alte verstaubte ideen (die dazu führen, dass ich denke, keine Wahl zu haben und Essen machen zu müssen). Ich hole das besser mal ins neue Jahrtausend. Alles ist gut. Ich bin vollständig. Eigenmächtig. Geliebt. Toll. Ich bin überhaupt nicht auf bedingenden  erzieherische “Pseudoliebe” angewiesen, wie auch. Hach wie toll.    

Niemand kann mich beschämen. 

Niemand kann mich in Grenzen weisen. 

Niemand kann mir Anweisungen geben. 

Niemand kann mir herablassenderweise ein Recht erteilen. 

Es gibt keine Ansprüche, die ich erfüllen muss. 

Keine Regeln, an die ich mich halten muss.  

Alles was ich tue, wähle ich frei.  

Auch mein  inneres Kind ist frei. Denn Ich liebe es. Es kann wild und frei sein und wird getröstet. Auch mein inneres Kind ist die Tochter der Göttin. 

Es gibt kein Falsch. Es gibt kein nicht gut genug. Es gibt kein Liebesentzug. Denn niemand hat diese Macht über mich. Und das ist sogar wahr und nicht nur ein Vorsatz. 

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